Macondo Film

Macondo

Filmnarren Kritik

Bewegender Indie Film, der durchweg sehenswert ist

Es ist ein Indie Film, der mit ruhigen Bildern eine dramatische Geschichte erzählt. Fernab von Hollywood, der gefühlt tausendsten Marvel Superhelden Verfilmung, eines Milliarden Dollar schwerem Franchises oder einer interessanten Geschichte, die aber mit altbekannten Gesichtern prominent besetzt ist. Darauf muss man sich einlassen, wird aber dann mit einer spannenden Geschichte belohnt.

Der Schauplatz des Films ist die Flüchtlingssiedlung „Macondo“, am Stadtrand von Wien. Dort lebt der elfjährige tschetschenische Junge Ramasan, der alleine mit seiner Mutter Aminat und seinen zwei jüngeren Geschwistern unter schwierigen Verhältnissen aufwächst. Der Vater ist im Krieg gestorben und damit muss Ramasan viel Verantwortung für die Familie übernehmen. Das Leben der Familie verändert sich als eines Tages Isa, ein ehemaliger Kriegskamerad des toten Vaters, in Macondo auftaucht und Ramasan ein Familienfoto und die Uhr seines Vaters übergibt. Ramasan freundet sich zunächst mit Isa an, doch ein emotionaler Konflikt erschwert das Verhältnis der beiden.

Auffällig ist der dokumentarische Stil der Regisseurin Sudabeh Morteza, der den Zuschauer nah an das Geschehen bringt. Alle Schauspieler, in besondere Ramasan Minkailov, überzeugen mit einer glaubwürdigen Vorstellung. Kein Wunder, dass Macondo zahlreiche Preise erhalten hat und bei den VoD-Distributor Walk This Way in die Kollektion „Award Winning Dramas“ aufgenommen worden ist.

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